

Kleine Perlenkunde – kleiner Ausschnitt
Wie die Perle geboren wurde…
Als der erste Tropfen des Regens aus den Wolken herab fiel in den unermesslich blauen Ozean, war er so winzig, dass er von den Wellen überrollt wurde, und er rief klagend: “Wie unscheinbar und klein bin ich in diesem weiten Raum.” Und die wogende See antwortete: „Deine Bescheidenheit ehrt Dich, kleiner Wassertropfen. Du sollst dafür belohnt werden. Ich werde Dich in einen Tropfen des Lichts verwandeln – Du wirst das Reinste aller Juwelen sein, die Königin unter allen, und Du wirst Macht haben über die Frauen.” Und so war die Perle geboren…
(Altes chinesisches Märchen)
Ob Kasumigaura-Perle, Akoya-Perle, Schwarze Südsee-Zuchtperle (Tahiti-Perle), Gelbe Südseeperle, Südsee-Zuchtperle oder auch Süßwasserzuchtperle, diese und viele deren mehr werden von Juwelieren in aller Welt zu wunderschönen Schmuckstücken verarbeitet und zieren Dekolletees, Handgelenke oder auch zierliche Ohrläppchen der Damenwelt.
Als „echte“ Perlen bezeichnet man diejenigen, die natürlich „geboren“ wurden, also nicht gezüchtet sind. Manchmal bezeichnet man diese auch als „Orientperlen“.
AKOYA-PERLE
Diese anfänglich nur in Japan in Meerwasser gezüchteten Perlen sonderten als Perl-Muscheln sehr viel weniger Perlmutt ab als die Südsee- oder Tahiti Muscheln, weshalb die Beschichtung des Perlmuttkerns sehr viel dünner ist. Allerdings sind Salzwasser-Perlen, wie die Akoya-Perle, meist strahlender im Glanz, weshalb der Wert einer aus gleichmässig runden Perlen bestehenden Kette von einer durchschnittlichen Größe von 8 – 9 mm durchaus mehrere tausend Euro betragen kann.

BIWA-PERLEN
Sind japanische Süsswasserperlen die ursprünglich aus dem Biwako-See, nahe Kyoto entstammten. Seit aber fast 25 Jahren ist der Biwa-See biologisch tot und somit wären nur noch alte Perlenbestände aus dem See als Biwa-Perlen zu bezeichnen. Der Name hat sich aber so eingebürgert, dass man die heutigen Süsswasserzuchtperlen als Biwas bezeichnet.

BAROCK-PERLEN
sind unregelmässig geformte Perlen

SÜßWASSERZUCHTPERLEN
die Süßwassermuscheln, die zur Zucht verwendet werden, stammen aus der Familie der „Unionide“. Die Herkunftsgebiete liegen heutzutage überwiegend in China. Die Farben reichen von Weiß über Cremetöne, Purpur, Lila, Dunkelblau und Orange.

